FAQ

Häufig gestellte Fragen in Bezug auf Aufstellungsarbeit, Coaching und systemisches Coaching.

Wann ist ein Coaching sinnvoll?


Wenn Sie merken, dass Sie sich in Ihrer persönlichen oder beruflichen Lebenssituation nicht mehr wohl fühlen.
Wenn Sie mehr negativ als positiv in die Zukunft blicken.
Wenn Sie das Gefühl haben, Sie erreichen Ihre Ziele nicht.
Wenn Sie sich in eingefahrenen Denkmustern befinden und den Weg heraus nicht sehen.
Bei Verlust- oder Versagensängsten.
Bei beruflichen Themen, wie Konflikten mit Kollegen, Kunden oder Schwächen im Selbstmanagement.
Um Entwicklungspotentiale freizusetzen und komplexe Dinge einfacher zu machen




Was ist der Unterschied zwischen Coaching und Therapie?


Beides hat mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun. In beiden Fällen ist das persönliche Verhältnis zwischen Klienten und Coach bzw. Therapeuten ausschlaggebend für den Erfolg.
Coaching ist im Gegensatz zu einer Therapie lösungsorientierter. In der Therapie wird mehr
nach den Ursachen gesucht. Das Ziel im Coaching ist, messbare Resultate und eine spürbare Weiterentwicklung zu erreichen.




Wie läuft eine Familienaufstellung ab?


In einem persönlichen Vorgespräch besprechen wir das anstehende Thema.
Signifikante Ereignisse aus dem Familiensystem werden berücksichtigt. Verschiedene
Aufstellungsformen stehen zur Wahl. Die Aufstellung kann entweder im Einzelsetting mit Figuren oder Bodenankern durchgeführt werden oder sie findet auf Wunsch mit Stellvertretern statt, die für Sie organisiert werden (Verschwiegenheit ist garantiert).




Was versteht man unter systemischer Verstrickung?


Systemische Verstrickungen zeigen sich als Störungen der Ordnung des Ausgleichs oder der Bindung und zeigen sich in Aussagen, Überzeugungen oder Verhaltensweisen.
Der Begriff „Systemische Verstrickungen“ geht auf die Arbeit von Bert Hellinger zurück.
Ursache einer solchen Verstrickung kann beispielsweise sein, dass ein Familienmitglied meist unbewusst die Probleme, die Rolle oder den Schmerz eines anderen Familienmitglieds – manchmal auch mehrerer Familienangehöriger – übernimmt. Die Auflösung einer Verstrickung kann sich auf alle betroffenen Personen innerhalb einer Familie positiv auswirken.
Ein einfaches, leicht nachvollziehbares Beispiel für einen Rollentausch wäre das Übernehmen der Mutterrolle durch das älteste Kind gegenüber den jüngeren Geschwistern, wenn die Mutter durch Krankheit, Abwesenheit oder Unvermögen nicht in der Lage ist, sich um ihre Kinder entsprechend zu kümmern.

Anzeichen für das Vorliegen einer Ausgleichsstörung sind:

  • Sie haben ein Problem, zu geben. Oder: Es fällt Ihnen schwer, um Hilfe zu bitten und Sie können diese auch nicht annehmen.
  • Sie fühlen sich ständig belastet, überfordert oder hilflos: „Mich kostet es enorm viel Energie, mit angezogener Handbremse vollgasgebend durch das Leben zu gehen!“
  • Sie erledigen Aufgaben und Pflichten, für die Sie nicht zuständig sind: „Für andere mache ich alles! Ich opfere mich auf – für meine Kinder, meine Partnerin, meine Kollegin, meine Eltern.“
  • Sie halten den Kopf für einen anderen hin oder baden für ihn etwas aus.
  • Sie sind sich ganz sicher, dass eine bestimmte Person Ihre Unterstützung braucht: „Ich bin eine Macherin, ein Supervater/eine Supermutter! Ich organisiere, mache, kümmere mich um alles und kann davon einfach nicht lassen.“
  • Sie leiden an „hartnäckigen“ Gefühlen (z.B. Traurigkeit, Zorn, Wut, Schwere), für die sich in Ihrem eigenen Leben keine Ursache findet.

Anzeichen für das Vorliegen einer Ordnungsstörung sind:
  • Es herrscht Unklarheit über die Rollenverteilung. Ihnen ist nicht klar, welche Aufgaben und Pflichten Sie haben.
  • Sie fühlen sich unsicher und wissen nicht, wie Sie sich gegenüber bestimmten Personen verhalten sollen.
  • Sie haben keine oder nur eine ungenaue Vorstellung von Ihrem Platz im System: „Ich weiß nicht genau, wo mein Platz in dieser Welt und was meine Rolle ist.“
  • Es gibt bestimmte Personen, die ausgeblendet sind oder bisher keinen Platz im System hatten.
  • Sie fühlen sich für „alles“ selbst verantwortlich: „Nur alleine bin ich stark!“
  • Sie erzählen anderen Personen Dinge, die sie nichts angehen.
  • Es fällt Ihnen schwer, anderen Personen Grenzen zu setzen.
Anzeichen für das Vorliegen einer Bindungsstörung sind:
  • Etwas „überschattet“ Ihr Leben, ohne dass Sie es benennen können. Sie spüren Traurigkeit, Schwere oder eine Todessehnsucht: „Ich kann nicht allein sein.“ oder „Das Leben ist ein Kampf. Ich muss kämpfen, um zu über-leben!“
  • Sie nehmen nicht wirklich am Leben teil: „Ich fühle mich überall fremd.“
  • Sie empfinden keine Freude, am Leben zu sein: „Ich empfinde manchmal ein Gefühl der Leere.“
  • In Ihrem Leben wiederholen sich Themen Ihrer eigenen Familie (Krankheiten, schwere Schicksale, unglückliche Beziehungen): „Manchmal erlebe ich, wie ich zu meinen Kindern Sätze sage, die ich bei meinen Eltern gehasst habe.“ „Ich erkenne in meiner Partnerin, Chefin, Kollegin eine Ähnlichkeit mit meinem Vater bzw. meiner Mutter.“ „Es wiederholen sich immer wieder bestimmte Muster in meinem Leben und/oder in meinen Beziehungen.“ „Ich gerate immer an einen bestimmten Typ von Frau/Mann!“
  • Sie brechen Projekte und/oder Beziehungen frühzeitig und regelmäßig ab: „Ich bin eben eine Einzelkämpferin, ein einsamer Wolf. Nähe kann ich auf Dauer nicht zulassen.“
  • Sie fühlen sich nicht „wie sich selbst“. Sie agieren in bestimmten Situationen „unangemessen“ und wie „fremdgesteuert“: „Überall, wo ich hinkomme, erzeuge ich Verwirrung.“
  • Sie verstehen sich und Ihr Verhalten selbst oft nicht: „Niemand versteht mich!“




Wann ist eine Aufstellung im Einzelsetting besser?


Immer dann, wenn Sie sich noch nicht ganz im Klaren sind, worum es geht. Immer dann, wenn Sie lieber im kleinen Rahmen Ihre Themen offenlegen möchten. Eingebettet in ein systemisches Coaching wird Ihr Thema mit Hilfe von Figuren am Brett oder mit Bodenankern aufgestellt. Sie haben die Möglichkeit, sich in die einzelnen Systemmitglieder hineinzufühlen und deren Sichtweisen und Handlungsweisen besser zu verstehen. Eine Neuordnung des Systems führt zu ersten Lösungsschritten in der Realität.




Wann sind Organisationsaufstellungen sinnvoll?


Ein Unternehmen ist ein vernetztes System. Jede Veränderung an einer Systemkomponente wirkt sich auf das gesamte System aus. Sie denken daran, Veränderungen in der Mitarbeitersituation, in der Führung usw. anzustoßen. Um mögliche Auswirkungen auf das gesamte System unter die Lupe zu nehmen, ist eine Organisationsaufstellung eine Möglichkeit, im geschützten Rahmen Auswirkungen geplanter Veränderungen zu antizipieren.
Organisationsaufstellungen sind gleichzeitig auch ein geeignetes Instrument, um hinderliche Verbindungen oder Abhängigkeiten in Teams zu klären, um neue Zugänge zu Hindernissen zu finden, ganz einfach um zu entwirren, was oft verwirrt ist. Nicht zu vergessen, Organisationsaufstellungen sind eine geeignete Methode, um eine langfristig erfolgreiche Übergabe des Unternehmens zu begleiten.




Wann ist eine Haus-Immobilienaufstellung sinnvoll?


Sie haben geerbt und empfinden das Erbe als Bürde. Durch das Erben gibt es viel Unfrieden in der Familie. Sie wollen verkaufen und finden keinen Käufer. Alle Bewohner fühlen sich im gemeinsamen Haus nicht wohl. Familiengeheimnisse oder Erzählungen belasten das Leben im Haus.
All dies sind Fragen, die in einer Aufstellung zum Haus, zur Immobilie durchleuchtet werden können. Auch Immobilien / Häuser und Grundstücke sind Systeme, auch hier gelten die systemischen Prinzipien von Ausgleich – Ordnung – Bindung.




Warum fühlen wir uns in unserem Haus nicht wohl?


Haus-/Immobilienaufstellungen zeigen immer wieder, dass es eine Art unbewusstes Feld gibt, in dem alles, was auf diesem Grundstück, in diesem Haus passiert ist, gespeichert ist.
Sensible Bewohner spüren diese Altlasten, oft leben sie diese Geheimnisse auch nach.
Ein Wohlgefühl kann sich entwickeln, wenn belastende Verstrickungen gelöst werden.




Ich finde mich immer wieder in Konflikten verstrickt und kann mir nicht erklären warum?


Aus systemischer Sicht gibt es unterschiedliche Ursachen für Konflikte. Einerseits können Konflikte ganz normal im Alltag entstanden sein. Es können aber auch Konflikte sein, die wir von den Vorfahren übernommen haben und unbewusst weitertragen z.B. in der Familie, in der Nachbarschaft ...
Eine systemische Betrachtung der involvierten Systeme kann schnell zu nachhaltigen Lösungen führen.




Was ist ein System?


Ein System ist die Summe aller Beteiligten einer Organisation und deren gegenseitigen Verbindungen. Das System ist größer als die Summe der einzelnen Teile (Aristoteles 384 v. Chr.). Beispiele für Systeme sind Familie, Gruppe, Team, Abteilung, Organisation usw. Jedes System unterliegt gewissen Ordnungsstrukturen, deren Einhaltung das reibungslose Funktionieren garantieren. In der Familie ist die Grundstruktur das „Erinnern und Bewahren“ dessen was war, in einer Organisation ist es „das nach vorne schauen“ zu Erfolg und gemeinsamen Zielen. In Aufstellungen wird immer das ganze System des Klienten betrachtet und berücksichtigt.




Wer gehört zum System Familie?


Im System Familie unterscheidet man zwischen Herkunfts- und Gegenwartsfamilie. Zur Herkunftsfamilie gehören neben Ihrer Person:

  • die (leiblichen) Eltern
  • Adoptiveltern, Pflege- oder Stiefeltern
  • Geschwister
  • Halbgeschwister
  • Stiefgeschwister
  • Geschwister der Eltern
  • Großeltern väterlicher- und mütterlicherseits
  • manchmal noch weiter zurückliegende Ahnen, wenn sie ein besonders schweres Schicksal hatten
  • alle, die zum Vorteil der bisher genannten Mitglieder Platz gemacht haben
  • frühere Partner/-innen von Eltern und Großeltern
  • alle, durch deren Unglück oder Tod die Familie einen Vorteil oder Gewinn hatte
  • die Opfer von Gewalt durch frühere Mitglieder der Familie
  • Personen, die in der Herkunftsfamilie durch ihre Tätigkeit zum System gehören
Zur Gegenwartsfamilie gehören nehmen Ihrer Person:
  • aktueller Ehepartner oder Lebenspartnerin
  • Kinder (gemeinsame oder aus anderen Beziehungen), auch (früh) verstorbene oder abgetriebene
  • frühere Partnerinnen
  • frühere Partner der Ehe- oder Lebenspartnerin
  • Personen, die für das aktuelle System Platz gemacht haben oder für dieses wichtig sind
  • Personen, die das aktuelle System hilfreich unterstützen




Wer gehört zum System Unternehmen?


  • die Firma selbst
  • die Unternehmensgründer
  • derzeitige BesitzerInnen und TeilhaberInnen
  • die Leitenden (Geschäftsführer, Abteilungsleiter etc.)
  • Mitarbeiter-Mitarbeiterinnen
  • Multiplikatoren und/oder Vertriebssysteme
  • Lieferanten
  • Kunden
  • das Produkt, die Dienstleistung oder die Aufgabe
  • der Preis
  • Marketingmaßnahmen
  • KundInnen
  • Ressourcen
  • blockierende Einstellungen
  • der Kundennutzen
  • der finanzielle Erfolg
  • die Vision
  • die Zukunft der Firma bzw. der Fortbestand des Unternehmens …




Was sind Bewegungen der Seele?


Im Rahmen von Aufstellungen können den Stellvertretern Bewegungsimpulse freigegeben werden. Der Repräsentant bewegt sich nach seinem inneren Gefühl. Die Bewegungsimpulse werden zuerst ganz subtil als innere Impulse erfahren, so wie wir sie, sofern wir sensibel darauf achten, auch oft im alltäglichen Leben spüren: als Hinwendung zu einem Menschen, zu einer Situation. Es ist so, als würde uns das Herz aufgehen. Diese Form der Aufstellung erfordert eine hohe Sensibilität vom Repräsentanten und eine zurücknehmende Haltung vom Aufstellungsleiter. Verlorengegangenes Wissen kann wieder an die Oberfläche treten oder gehütete Geheimnisse können sich zeigen.





MAG. ELISABETH BÜRGLER MSc MBA

office@elisabeth-buergler.com
Telefon +43 664 4604330

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